Illustration EIngangsbereich Gebäude Anger 10

Der „Freundeskreis Anger 10 – ehemalige Synagoge Großen-Buseck“ e.V. hat sich am 25. November 2015 gegründet.

Das Haus Anger 10 war etwa hundert Jahre lang die zweite Synagoge in Großen-Buseck. Es wurde  spätestens 1790 als Wohnhaus mit Scheune unter einem Dach gebaut und fungierte als solches etwa 60 Jahre. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kaufte es die jüdische Gemeinde Großen-Buseck und baute den Scheunenteil zur zweiten Synagoge Großen-Busecks um. Der alte Wohnbereich wurde unten für die jüdische Elementarschule, oben als Lehrerwohnung genutzt. Nach der Zerstörung des Synagogen-Raumes in der Pogromnacht  November 1938 kaufte die Gemeinde Großen-Buseck das Haus Anger 10 und baute es fast 10 Jahre später 1947 um. Bis 2012 nutzte die Gemeinde Buseck es als Unterkunft für bis zu 30 Flüchtlinge und Bedürftige des Dorfes. Somit ist das Haus Anger 10 ein Ort, der Respekt, Toleranz und Akzeptanz gegenüber Menschen unterschiedlicher Religion, Kultur und Herkunft einfordert

Das Ziel des Vereins ist es, die Gemeinde Buseck, Eigentümerin des Hauses Anger 10 , bei der Erhaltung desselben zu unterstützen. Es soll ein Haus der Begegnung, des Lernens und Forschens werden. Der Verein will Raum für Arbeits- und Diskussionsgruppen bieten, kleine Ausstellungen und Konzerte u. ä. veranstalten. Es soll drei inhaltliche Schwerpunkte geben:

  1. Zusammenleben jüdischer und christlicher Busecker,
  2. Zu- und Auswanderungen im Busecker Tal,
  3. Gelingen wie auch Misslingen beim Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Herkunft.

Das Logo des Vereins ist von Schülerinnen der Willy-Brandt-Schule erarbeitet worden.